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Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Beitrag: #311
03.04.2013, 22:36
Scriptus Offline
Azubi
***

Beiträge: 25
Registriert seit: 03/2013
Bewertung: 0
RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Ich habe mich gerade mal mit dem Datenblatt des TL071 beschäftigt und erstelle mir dazu eine Liste der Verschiedenen Begriffe und deren Bedeutung.


So weit bin ich bis jetzt gekommen, über eine Korrektur würde ich mich freuen:



Offset-Spannung (engl. Input Offset Voltage)
Differenzspannung, die man eingangsseitig anlegen muss um am Ausgang eine Auslenkung aus der Ruhelage zu verhindern.

Offset-Strom (engl. Input Offset Current)
Differenz aus den Eingangströmen, die bei ausgangsseitiger Ruhelage fließen.

Temperaturkoeffizient (engl. Temperature Drift)
Einfluss der Temperatur auf Offset-Spannung und -Strom.

Eingangsstrom (engl. Input Bias Current)
Mittelwert aus den Strömen, die im Ruhezustand in beiden Eingängen fließen.

Eingangswiderstand (engl. Input Resistance/Impedance)
Widerstand eines Eingangs gegen Null, wenn der andere Eingang mit Null verbunden ist.

Eingangsspannungsdifferenz (engl. Differential Input Voltage)
Bereich der zulässigen Eingangs-Differenzspannung.

Leerlauf-Spannungsverstärkung (engl. Open Loop Voltage Gain)
Die Leerlaufverstärkung (Open-Loop-Voltage-Gain oder einfach Open-Loop-Gain) eines OPs ist extrem hoch. Um eine vernünftige
Verstärkung bei einer brauchbaren Grenzfrequenz zu erhalten, wird ein Teil der Ausgangangsspannung, z. B. mit einem einfachen
Spannungsteiler, auf den invertierenden Eingang gegengekoppelt. Diese gegengekoppelte Verstärkung nennt man Closed-Loop-Voltage-Gain oder einfach Closed-Loop-Gain.

Ausgangswiderstand (engl. Output Resistance/Impedance)
Widerstand bei belastetem Ausgang. Gilt nur bei geringer Aussteuerung und ist frequenzabhängig.
In den Datenblättern steht kaum etwas über den Ausgangswiderstand. Das liegt daran, weil der Ausgangswiderstand durch die Gegenkopplung bestimmt wird. Wenn die gegengekoppelte Verstärkung in Relation zur Open-Loop-Voltage-Gain klein ist, dann regelt der OP so, dass der Ausgangswiderstand im zulässigen Laststrombereich und innerhalb der Aussteuergrenze vernachlässigbar
klein ist. Bei höheren Frequenzen nimmt die Open-Loop-Voltage-Gain ab und damit steigt der Ausgangswiderstand.

Ausgangsspannungshub (engl. Output Voltage Swing)
Ausgangsseitige Aussteuerbarkeit bevor die Begrenzung eintritt.

Kurzschlußstrom (Output Short Circuit Current):
Höhe der Stromstärke bei einem Kurzschluß. Randbedingungen beachten (s. ausgangsseitiger Kurzschluß).


Gleichtaktunterdrückung (engl. Common Mode Rejection Ratio)
Dämpfung, die Auftritt bevor das Signal verstärkt wird.

Input Common Mode Voltage Range

Stromaufnahme (engl. Supply Current)
Der Strom, den die Versorgungsspannung ohne Ausgangslast liefern muss.

Verlustleistung (engl. Power Consumption)
Die Gleichstromleistung, die der Verstärker ohne Ausgangslast aufnimmt.
In den Datenblättern ist die Strom- und Leistungsaufnahme bei Opamps ohne Last immer etwa gleich groß. Das hat damit zu tun, dass der Ruhestrom in den Endstufen, zwecks Niedrighalten des Klirrfaktors, einen großen Anteil ausmacht.

Leistungsaufname (Power Consumption):
Diese Verlustleistung, natürlich am unbelasteten Operationsverstärker, entsteht durch den Versorgungsstrom und ist abhängig von der Betriebsspannung.

Einschwingverhalten (Transient Response):
Ein realer Operationsverstärker benötigt eine Gewisse Reaktionszeit und verschleift ein sprungförmig angestiegenes Eingangssignal; er gilt für eine Last von 2 kΩ||100 pF und der Verstärkung "Eins" (Unity Gain).


Gleichtaktunterdrückung (Common Mode):
Steuert man beide Eingänge mit ein und dem selben Signal an, so würde sich der Ausgang theoretisch nicht verändern. In der Praxis ändert sich die Ausgangsspannung wegen den starken Symmetrieunterschieden durch Fertigungstoleranzen. Die Gleichtaktunterdrückung ist in dB angegeben und beschreibt das Verhältnis zwischen Eingangsspannungsänderungen und der Änderung der Offsetspannung. Die im Datenblatt angegebenen 90dB entsprechen einem Verhältnis von 1: 30.000. Dieser Wert wird in der Praxis leider nicht erreicht. Die Gleichtaktunterdrückung macht sich besonders bei auf beide Eingänge gleichzeitig einwirkenden Störsignalen bemerkbar, die z.B. bei Brückenschaltungen, das Ausgangssignal theoretisch nicht beeinflussen können, da sie keine Differenz zwischen den Eingängen erzeugen. Dadurch ergeben sich manchmal auch ziemlich große Meßfehler.


Total Harmonic Distortion (THD) bzw. Gesamte harmonische Verzerrung ist eine Angabe, um die Größe der Anteile, die durch nichtlineare Verzerrungen eines elektrischen oder akustischen Signals entstehen, zu quantifizieren. Diese hat Ähnlichkeit mit dem üblichen Klirrfaktor und mit der Verzerrung.


Anstiegsgeschwindigkeit (Slew Rate):
Ein reales Bauteil weist Kapazitäten und ungewollte Widerstände auf. Teilweise sind auch welche absichtlich eingebaut worden, um unkontrolliertes Schwingen zu vermeiden. Dadurch kann der Ausgang nicht beliebig schnell ansteigen. Das liegt daran, daß der Operationsverstärker aus mehreren Verstärkerstufen aufgebaut ist, die jede für sich Verzögerungen und Kapazitäten beisteuert. Die Angaben beziehen sich auf einen Lastwiderstand von minimal 2 kΩ. Soll sich die Ausgangsspannung um 10 V ändern, so braucht der Operationsverstärker eine Zeit von typisch 5 µs. Kritisch wird es also bei hohen Frequenzen, da das Ausgangssignal stark gedämpft wird.


Leerlaufverstärkung (Large Signal Voltage Gain):
Sie gibt die Verstärkung an, die man ohne Rückkopplung erhält. Sie ist bei einem Lastwiderstand von 2 kΩ und einem Ausgangsspannungshub von ±10 V definiert. In der Praxis erreicht man den angegebenen Wert von typisch 200.000 nie und liegt meistens um den Faktor 10 darunter.

Versorgungsspannungsunterdrückung (Supply Voltage Rejection Ratio):
Durch Änderung der Versorgungsspannung ändert sich auch die Offsetspannung. Bei einem Volt Versorgungsspannungsänderung ändert sich der Offset um 0,3 µV. Bei einer 300fachen Verstärkung erhöht sich der Fehler jedoch schon um 0,1 mV.



Rise Time
Zeit bzw. Steilheit des Spannungsanstiegs, wenn der Ausgang von "Low" auf "High" wechstelt.
Fall Time
Zeit bzw. Steilheit des Spannungsabfalls, wenn der Ausgang von "High" auf "Low" wechstelt.

Overshoot
Bei einem Spannungssprung am Ausgang (z.B. von 0V auf 5V) wird die Spannung kurz über die 5V hinaus gehen. Diese "Spitze" bzw. Überschwingen wird als Overshoot bezeichnet.

Frequenzbandbreite (engl. Gain Bandwidht Product)
Der frequenzbereich, in der das Bauteil mit den angegebenen Werten / Toleranzen funktioniert. (maximale Arbeitsfrequenz) *Onkel Horscht*
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.04.2013 07:03 von Onkel_Horscht.)
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Beitrag: #312
04.04.2013, 06:29
DarkCamelot Offline
Elektribur Schwert der Spannung
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Du musst das Datenblatt nicht 1 zu 1 übersetzen.
Und Fachbegriffe und Abkürzungen sieht man normalerweise sofort und weis auch was damit anzufangen.
Wen nicht nochmal nachgooglen oder am besten Ausbilder fragen.

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Beitrag: #313
04.04.2013, 07:14
Halbgleiter
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Wow scriptus, danke
Beitrag: #314
04.04.2013, 07:59
EGS-SuperStar
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
@ Scroptus: sehr geil danke Smile!
Beitrag: #315
04.04.2013, 08:13
Amrande Offline
Azubi
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
dankcheschon

http://lmgtfy.com/?q=hont+er+au+sau%C3%A...r+nicht%3F
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Beitrag: #316
04.04.2013, 09:02
Halbgleiter
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
und was gibt es sonst so zu schreiben? Smile
Beitrag: #317
04.04.2013, 09:20
DarkCamelot Offline
Elektribur Schwert der Spannung
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Kennt wer eine Seite wo ich bisl was über den Transistor lesen kann.
Der BC170C ist mir grad bisl unverständlich.

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Beitrag: #318
04.04.2013, 09:24
Onkel_Horscht Offline
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Was sollen wir Dir denn so genau erklären (PN?)

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Beitrag: #319
04.04.2013, 09:28
DarkCamelot Offline
Elektribur Schwert der Spannung
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Wie das war mit dem NPN und PNP.
Also der große Unterschied und die Besonderheiten.
Ich hatte es in Schule aber kann mich nicht daran erinnern und meine Aufzeichnungen werfen mir grad noch mehr Fragen auf.

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Beitrag: #320
04.04.2013, 09:35
Onkel_Horscht Offline
Azubi-Quäler
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RE: Bereitstellung: Fragen / Probleme / Lösungen
Hmm,

NPN - ist die Schichtfolge (Dotierung des Halbleiters)
Somit brauche ich an der Basis (P-Dotiert) eine positive Spannung (ca. 0,6-0,7V) gegenüber dem Emitter (N-Dotiert), damit durch die Basis-Emitterstrecke ein Strom fließen kann, der dann bei entsprechender Beschaltung um B (die Stromverstärkung; im Datenblatt auch als hfe bezeichnet) durch die Kollektor-Emitter-Strecke fließen kann.

Beim PNP brauche in entsprechend eine negative Spannung gegenüber dem Emitter

Bei einer Schaltanwendung wird der errechnete Basistrom (z.B. B = 200, Ic = 100mA -> Ib = 500µA) noch mit dem Übersteuerungsfaktor (3..10) multipliziert, damit der Transistor auch komplett in die Sättigung geht (Schaltet sicher durch)

Weitere Fragen?

Tiere quälen - NEIN DANKE ... es gibt doch Azubis [Bild: g015.gif]
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.04.2013 09:38 von Onkel_Horscht.)
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