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Wissenswertes zur Bereitstellung
Beitrag: #1
Information 09.02.2015, 16:59
Gast Offline
Administrator
*******

Beiträge: 865
Registriert seit: 01/2013
Bewertung: 26
Wissenswertes zur Bereitstellung
Da es immer wieder Missverständnisse und Unklarheiten zur Bereitstellung gibt, hier ein paar Erörterungen dazu.
  • Die Bereitstellung wird immer einige Monate vor der Prüfung von PAL IHK Stuttgart veröffentlicht und ist öffentlich einsehbar bzw. kann als PDF heruntergeladen werden. Zu finden sind die Unterlagen (bzw. die Ankündigungen) der letzten und nächsten Prüfungen unter Elektroberufe/Materialbereitstellung für den Ausbildungsbetrieb. Bis zur Prüfung werden auch Änderungen, Fehlerkorrekturen und Ergänzungen an dieser Stelle veröffentlicht. Wir versuchen natürlich, euch hier im Forum auf dem Laufenden zu halten.
  • Mit den Bereitstellungsunterlagen wird der Ausbildungsbetrieb darüber informiert, welche Werkzeuge, Hilfsmittel und Prüfmittel bereitzustellen sind. Diese Prüfungsmittel sind inkl. den Bereitstellungsunterlagen rechtzeitig dem Prüfling zu übergeben. Kurz: Die Bereitstellung umfasst die materielle Sicherstellung zur Durchführung der Arbeitsaufgabe bzw. des Arbeitsauftrages.
  • Für die Abschlussprüfung Teil 1 werden derzeit, neben den prüfungsspezifischen Bereitstellungen, noch einige Standardkomponenten benötigt:
    • Standard-Prüfungsrahmen mit Bus-Platine (64-polig) K-IF/1
    • Standard-Stromversorgung IK-88/1
    • Mikrocontroller Einschub MC2vO
    Beginnend mit der Abschlussprüfung Teil 1 im Frühjahr 2016 werden diese drei Komponenten nicht mehr eingesetzt! Siehe auch das Schreiben zur Änderung der Prüfungsmaterialien.
  • Alles, was in den Bereitstellungsunterlagen dokumentiert ist, darf und soll auch soweit bereits aufgebaut und geprüft zur Prüfung mitgebracht werden.
  • Bei einigen Komponenten ist es auch möglich, diese durch betriebsspeziefische Lösungen, die den Schnittstellenspezifikationen der PAL entsprechen, zu ersetzen. Diese Komponenten sind in den Bereitstellungsunterlagen entsprechend gekennzeichnet. Der Gebrauch dieser Möglichkeit hat sich jedoch in der Praxis selten als sinnvoll erwiesen.
  • Der Zeitaufwand für die Bereitstellung ist weder vorgegeben, noch geht er in irgendeiner Form in die Prüfung ein.
  • Die Bereitstellung wird als solche in der Prüfung nicht bewertet. Allerdings solltet ihr die Bereitstellung trotzdem so sorgfältig wie möglich vorbereiten, denn in der Prüfung wird davon ausgegangen, dass die Bereitstellung vollständig und gemäß der Bereitstellungsunterlagen auch funktionsfähig ist. Dafür seid IHR verantwortlich!
  • Der Prüfling ist auch dafür verantwortlich, dass er zum Prüfungstag intakte Mess- und Prüfmittel gemäß Bereitstellungsauftrag mit sich führt. Tipp: Ersatzsicherungen für die Strommessbereiche des Multimeters mitführen und Batterien vorab prüfen/ersetzen.
    Ebenso sollt ihr mit den Messgeräten und deren Bedienung vertraut sein. Es bringt keinen Vorteil, wenn man zur Prüfung das neueste Digital-Oszilloskop aus der Firma anschleppt, weil das ja alles automatisch können soll, es aber in der Prüfung nicht bedienen kann (selbst schon erlebt). Ein weiteres Schwerpunktthema ist immer wieder das Messgerät für die VDE-Messung (DIN VDE 0701-0702); die Durchführung der Prüfung an sich ist hier beschrieben. Wie die Messungen allerdings mit eurem Messgerät durchzuführen ist, müsst ihr schon selbst vor der Prüfung klären.

FAQ
  • Darf zur Prüfung Ersatzmaterial mitgebracht werden, falls mal was kaputt geht?
    Grundsätzlich erst mal nein. Dies würde euch ja gegenüber anderen Prüflingen im Fall der Fälle Vorteile verschaffen und es entspricht ja auch nicht dem Sinn der Prüfung, wenn ihr solange "bastelt", bis es geht. Bei Schaltlitze oder Silberdraht (Blankdraht) wird der Prüfungsausschuss natürlich nicht nachmessen.
  • Darf ich meine Bauteile vorsortieren und beschriften?
    Selbstverständlich dürft ihr das. Überprüft dabei nicht nur die Vollzähligkeit des Materials, sondern auch, ob die richtigen Werte geliefert wurden. Es passiert immer mal wieder, dass ein Teil fehlt, oder dass ein falscher Wert eingetütet wurde. Fehlende Standardteile lassen sich in der Regel vor Ort beschaffen, andernfalls muss sich euer Betrieb umgehend an den Lieferanten wenden, die normalerweise problemlos Ersatz liefern. Daher die Bereitstellung nicht auf die letzte Minute verschieben!
    Ob ihr eure Bauelemente in einem Fächermagazin oder auf leitfähigem Schaumstoff oder in Tütchen mit zur Prüfung mitbringt, ist euer Problem. Die Tütchenvariante ist allerdings wohl eher in der Prüfung hinderlich. Au keinen Fall solltet Ihr "Fähnchen" an die Anschlussbeinchen kleben, das verschlechtert durch den Klebefilm die Lötbarkeit!
  • Darf ich übersetzte Datenblätter zur Prüfung mitnehmen?
    Ja, sofern dies in der Bereitstellung ausdrücklich angegeben ist. Dies war aber bisher noch nicht der Fall. Sinn und Zweck der Datenblätter in englischer Sprache ist ja, dass ihr in der Prüfung nachweisen könnt, dass ihr wesentliche Fachinformationen in einer Fremdsprache aus den Datenblättern entnehmen könnt.
  • Darf ich zur Prüfung bleihaltiges Lot verwenden?
    Bisher gab es in den Prüfungen keine Festlegungen, die bleifreies Lot explizit vorschreiben. Bleihaltiges Lot hat natürlich einige Vorteile (visuell besser zu beurteilende Lötstellen, geringere Temperaturbelastung der Bauteile bei der Handlötung etc.). Wer in der Ausbildung aber fast ausschließlich mit bleifreiem Lot gearbeitet hat und damit gut arbeiten kann, sollte damit natürlich auch in der Prüfung arbeiten.

"Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger."
Kurt Tucholsky
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2015 08:24 von Onkel_Horscht.)
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